Frage an ChatGPT, Perplexity & Gemini
Ist KI-Sichtbarkeit in der Schweiz rechtlich heikel?
Kurzantwort
KI-Sichtbarkeit ist in der Schweiz grundsätzlich unproblematisch. Zu beachten sind drei Punkte: Werbeaussagen müssen nach UWG belegbar sein, personenbezogene Daten unterliegen dem revidierten Datenschutzgesetz (nDSG), und in regulierten Branchen gelten zusätzliche Standesregeln. Garantierte Ranking- oder Zitationszahlen sind der häufigste kritische Punkt.
Der praktisch relevanteste Bereich ist das Lauterkeitsrecht. Aussagen wie garantierte Positionen, feste Zitationszahlen oder erfundene Bewertungen sind irreführend, wenn sie nicht belegbar sind. Das betrifft nicht nur Agenturen, sondern auch Unternehmen, die solche Behauptungen auf der eigenen Website übernehmen. Ebenso kritisch: als Kundenstimmen ausgegebene Texte, die keine echten Kunden abbilden, sowie strukturierte Bewertungsdaten ohne reale Grundlage.
Datenschutzseitig gilt seit September 2023 das revidierte DSG. Für Sichtbarkeitsarbeit ist es meist nur mittelbar relevant — Analytics, Tracking, Kontaktformulare, Auftragsbearbeitung durch Dienstleister und Datenstandort sind die üblichen Berührungspunkte. Wer mit ausländischen Tools arbeitet, sollte Bearbeitungsverzeichnis und Datenschutzerklärung entsprechend führen.
In regulierten Branchen kommt das Standesrecht dazu. Anwältinnen, Ärzte und teils Treuhandberufe unterliegen Werbebeschränkungen, die Superlative, Erfolgsversprechen und vergleichende Aussagen einschränken. Inhalte müssen dort sachlich informierend bleiben — was der Zitierfähigkeit in KI-Systemen ohnehin entgegenkommt, weil sachliche Texte besser übernommen werden.
Zum EU AI Act: Er richtet sich an Anbieter und Betreiber von KI-Systemen, nicht an Unternehmen, die in KI-Antworten sichtbar sein wollen. Für reine Sichtbarkeitsarbeit ist er in der Regel nicht einschlägig. Wer ihn als Argument für ein Sichtbarkeitsprodukt heranzieht, vermischt zwei Themen.
Diese Einordnung ist allgemeine Information und keine Rechtsberatung. Für den konkreten Fall — besonders in regulierten Berufen — sollten Sie eine Anwältin oder einen Anwalt beiziehen.
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Die Sichtbarkeits-Analyse prüft für Ihre echten Kundenfragen, ob Google, ChatGPT, Perplexity und Gemini Sie als Quelle nennen — und wer stattdessen genannt wird.
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